Die Geschichte
Die Urgeschichte (Prähistorie)
Aus dem Altpaläolithikum stammen die ältesten im Naturpark gefundenen Überreste, wie die bei Puente Mocho in der Nähe von Beas de Segura entdeckten.
In der Höhle Cueva del Nacimiento in Pontones tauchten einige Überreste auf, die den Übergang vom Jungpaläolithikum zum Mesolithikum markieren – eine Epoche, die sich um 10.000 v. u. Z. einordnen lässt. Damals ermöglichten Klimaveränderungen Aktivitäten außerhalb von Höhlen und begünstigten so das Aufkommen der Revolution von Ackerbau, Viehzucht und Sesshaftigkeit: des Neolithikums.
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Es gibt mehrere Zonen mit Felsmalereien der levantinischen Felskunst, die sich an Fundstätten wie der Cañada de la Cruz, dem Abris von Río Frío und den Höhlen Cuevas del Engarbo in Santiago-Pontones befinden. In Quesada sind die Cueva del Encajero und die Cueva de la Monja zu nennen. In Segura de la Sierra lassen sich die Cueva de la Diosa Madre, der Collado del Guijarral und der Poyo de los Letreros anführen.
In Hornos de Segura und Iznatoraf wurden Funde aus der Kupfersteinzeit (Kupferzeit) entdeckt. Um 1.700 vor unserer Zeitrechnung (v. u. Z.) und während der gesamten Bronzezeit kam es zu einer deutlichen Zunahme der Besiedlung im gesamten Gebiet des heutigen Naturparks. Loma del Bellotón in der Nähe von Cazorla, Cerro de la Coja in Orcera oder Las Hermanillas in Puente de Génave sind einige Beispiele für Fundstätten aus dieser Epoche.
Ab dem 7. und 6. Jahrhundert v. u. Z. tauchen die Verwendung von Eisen sowie die iberische Kultur auf. Es gab Siedlungen in Castellones de Ceal, in Hinojares und in El Collado de la Virgen in der Nähe von Torres de Albanchez. Innerhalb dieser Siedlungen waren die Wohnungen in Vierteln und Straßen organisiert. Die wirtschaftliche Basis bildeten Landwirtschaft, Weberei, Keramik, Viehzucht und die Metallurgie, die bereits eine große Bedeutung besaß, was durch die Schätze von Santiago de la Espada und Mogón belegt wird. Die Bildhauerei hatte einen großen Stellenwert, wie die umfangreiche Sammlung iberischer Kunst im Museum von Jaén zeigt. Als Beispiele dienen der Löwe von Bienservida, der im Gemeindegebiet von Villarrodrigo gefunden wurde, oder die Grabkammer Cámara de Toya in Peal de Becerro, im Norden bzw. Süden des Parks.
Die römischen Landgüter (Villae) und das unabhängige Königreich des Ibn Amusk
Im gesamten Gebiet des Naturparks gab es keine römische Stadt von nennenswertem Bedeutungsumfang, jedoch viele Beispiele von Villae (großen Herrenhäusern, die als Verwaltungszentren der Güter dienten, auf denen sie sich befanden), die in den fruchtbarsten Flussauen verstreut lagen. Die interessantesten sind die von Bruñel in Quesada und die von Los Baños in Arroyo del Ojanco. Gleichzeitig gibt es einige öffentliche Bauwerke, wobei die Brücke Puente Mocho in der Nähe von Beas de Segura und Reste von Römerstraßen hervorstechen. Ebenfalls häufig sind Überreste von Mühlsteinen, Ziegeln und im Allgemeinen Keramikresten, unter denen sich durch ihre Qualität die Terra Sigillata abhebt – eine Luxuskeramik mit einer sehr charakteristischen rötlichen Farbe. Aus westgotischer Zeit sind einige Grabüberreste auf dem Cerro de la Horca in der Nähe von Peal de Becerro bekannt.
Bereits in islamischer Zeit, nach dem Sturz des Kalifats von Córdoba, stand dieses Gebiet bis zur Ankunft der Almoraviden unter der Herrschaft verschiedener Taifas (kleiner Königreiche). Es ist jedoch die Zeit des Sturzes der Almoraviden und der Entstehung der zweiten Taifa-Königreiche, in der sich Segura de la Sierra von den übrigen Regionen abhob: Ihr Gouverneur war eine prominente Persönlichkeit namens Ibraim Ibn Hamusk, der sich 1147 gegen die Almoraviden erhob und ein unabhängiges Königreich ausrief. Seine Allianz mit dem Taifa-Königreich Murcia ermöglichte es Ibn Hamusk, einen Großteil der heutigen Provinz Jaén zu kontrollieren.
Die Adelantamiento-Verwaltung, die Santiago-Ritter und die Familie Manrique
Über den Einzug der Christen in Cazorla, Segura und Las Villas gibt es keine konkreten Daten. Im Fall der heutigen Region Cazorla bedeutete die Schaffung des Adelantamiento de Cazorla im Jahr 1231 die Anbindung dieses Gebiets an das Erzbistum Toledo unter der Führung von Rodrigo Ximénez de Rada, wobei die Zentren Quesada, Cazorla und Iznatoraf hervorgehoben wurden.
Im Fall von Segura stellt sich die Situation anders dar, da der Eroberungsprozess durch den Santiagoorden durchgeführt wurde. 1242 schenkte Ferdinand III. Segura de la Sierra mit all seinen Gebieten dem Santiagoorden, womit Segura de la Sierra von diesem Moment an eine Kommende des Santiagoordens wurde. Im Jahr 1246 wurde Segura aufgrund seiner wirtschaftlichen und strategischen Bedeutung zum Sitz der Großkommende von Kastilien (Encomienda Mayor de Castilla), und im selben Jahr wurde ihm das Foralrecht (Fuero) bestätigt. Zu seinen bedeutendsten Kommenden-Verwaltern (Comendadores) ist Rodrigo Manrique zu nennen, der im Großteil des 15. Jahrhunderts Kommendator von Segura und Vater des Dichters Jorge Manrique war.
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Die Frühe Neuzeit bringt im Vergleich zum Mittelalter keine großen Veränderungen mit sich, obwohl im Allgemeinen ein Bevölkerungswachstum und eine Ausweitung der Anbauflächen stattfinden. Der Wald war die andere fundamentale Reichtumsquelle, was zu einer Reglementierung seiner Nutzung führte, wie es in der Kommende von Segura mit der Abfassung der Ordenanzas del Común von 1580 geschah. In dieser Periode erfolgt die Schenkung dieser Herrschaftsgebiete an Adelsfamilien im Dienste der Krone.
Im Allgemeinen wird das 17. Jahrhundert als eine Zeit der Krise und des Niedergangs angesehen, bedingt durch die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Krone, schlechte klimatische Bedingungen, Missernten und Epidemien. In der heutigen Provinz Jaén waren die Epidemien der Jahre 1649 und 1685 besonders hart.
Die See-Provinz (Provincia Marítima) und die französische Invasion
Das 18. Jahrhundert ist durch den Antritt der Bourbonen-Dynastie und den Beginn der wirtschaftlichen Erholung nach dem krisenhaften vorherigen Jahrhundert geprägt. Der gewaltige waldreiche Reichtum dieser Gebirge macht sie zu einer strategischen Ressource der Krone, um Rohstoffe für den Bau großer Gebäude – wie der königlichen Tabakfabrik in Sevilla, dem heutigen Sitz der Universität von Sevilla – und für die Modernisierung der Kriegsmarine zu liefern. Es wird die See-Provinz (Provincia Marítima de Segura) gegründet, wobei der Minister gewöhnlich in Orcera residierte, wo sich das Marinegericht befand, während der Sitz des Ministeriums in Segura de la Sierra lag. Es fällt auf, dass während dieser historischen Epoche ausgerechnet die Spanische Armada diese Binnenländer verwaltete.
Das Aufkommen einer neuen Gerichtsbarkeit, das Verbot traditioneller Praktiken im Wald sowie von einigen Beamten begangene Unregelmäßigkeiten riefen die Reaktion der Anwohner in Form von flächendeckenden Bränden hervor, wie etwa dem Brand des Jahres 1763.
Das Ende des Jahrhunderts war von einer schweren Krise im gesamten Königreich geprägt, die ab 1808 mit dem Einmarsch der Franzosen auf der Iberischen Halbinsel im Zusammenbruch gipfelte. In diesen Gebieten war die Präsenz der Franzosen punktuell, da sie sich darauf beschränkten, die großen Städte zu kontrollieren und von dort aus Strafaktionen durchzuführen, die sich in Plünderungen, Bränden und der Zerstörung einiger Wehranlagen niederschlugen, wie es 1810 beim Schloss von Segura geschah.
Der Abzug der Franzosen brachte große Veränderungen mit sich, da das konstitutionelle Regime eingeführt und die Abschaffung der Herrschaftsbezirke (Señoríos) dekretiert wurde. Die Schaffung der Provinzen durch Javier de Burgos integrierte die ehemalige Kommende von Segura, das Adelantamiento de Cazorla und die Kommende von Beas in die Provinz Jaén.
1836, während des Karlistenkriegs, wurde das alte Marinegericht in Orcera in Brand gesteckt und geplündert, und im darauffolgenden Jahr wurden infolge der Säkularisation von Mendizábal (Desamortización de Mendizábal) einige religiöse Niederlassungen geschlossen, wie das Kloster Santa María de la Peña in Orcera, die Merced-Kirche in Cazorla oder das Konvent San Pedro de Alcántara in Villacarrillo.
El estado, gran propietario de los montes
Las Ordenanzas de Montes en 1836 ponen el punto y final a la Provincia Marítima, y la desamortización de Madoz supone la privatización de algunos montes. Sin embargo, aquí es el Estado el que se convierte en el mayor propietario de los montes que hoy se integran en el Parque Natural. Este hecho es un importante factor diferencial de estas sierras en el conjunto de España y ha tenido una importancia capital en su desarrollo histórico reciente y en la explotación de sus recursos naturales. Estas montañas son en gran parte de titularidad pública.
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Durante toda la segunda mitad del siglo XIX se produjeron numerosas irregularidades relacionadas con cortas abusivas y venta fraudulenta de montes a particulares. Esta situación fue casi siempre en perjuicio de la gran mayoría de la población, lo cual fue generando un panorama de crispación social que animó al periodista Luis Bello a publicar en 1929 un famoso artículo donde resaltaba el dato del 90,8% de analfabetismo en Santiago de la Espada.
Guerra y emigración
Durante la Guerra Civil, la provincia de Jaén se mantuvo fiel al gobierno constitucional republicano hasta su rendición el 28 de marzo de 1939. Tras la contienda, las sierras de Cazorla y Segura sirvieron de refugio para muchos de los últimos guerrilleros antifranquistas de la provincia, los conocidos maquis, destacando lugares como Quesada o Santiago de la Espada.
Estrechamente relacionada con la riqueza forestal de estas sierras está la figura del gran ingeniero de montes Enrique Mackay, encargado de la ordenación de los montes de Cazorla. Tras la Guerra Civil fue expulsado de sus cargos por razones políticas, y durante su obligado retiro en Cazorla redactó sus estudios sobre la ordenación de montes, cuyos principios se mantienen aún vigentes.
Los años 40 constituyeron una etapa de represión sobre los derrotados y de modesta reconstrucción en unos años marcados por la penuria y la escasez. La expansión del ferrocarril provoca la irrupción de RENFE monopolizando la explotación forestal, incluso en las fincas privadas, para la construcción de traviesas para las vías férreas. También comienzan las reforestaciones en torno a las cuencas de los nuevos embalses, como por ejemplo el del Tranco, inaugurado en 1948.
A partir de los años 50, la única actividad profesional para gran parte de la población será la emigración a otras zonas del país, fenómeno que se mantiene vigente como en tantas otras zonas rurales de interior, a pesar de la implantación de importantes infraestructuras y servicios públicos. La pérdida de población para el conjunto del Parque Natural y su zona de influencia ha sido nada menos que la mitad de su población respecto a 1940.
El parque natural
Los años 80 están marcados por el final de explotación maderera por parte de RENFE y la creación del Parque Natural de las Sierras de Cazorla, Segura y las Villas, que se propone la conservación del impresionante patrimonio ecológico y cultural de estas sierras y el fomento del turismo sostenible como complemento de las actividades olivareras y ganaderas tradicionales. El desarrollo de estos dos últimos recursos se ha asentado, durante las dos últimas décadas, en dos pilares: el apoyo económico de la Unión Europea y una clara apuesta por la mejora de la calidad de los productos.